| In
Paraguay gibt es nicht weniger als 40 Wasserfälle, einige davon
wie z.B. der Monday und der Nacunday wirklich imposant, die anderen
klein und tief im Wald versteckt.
Der höchste Wasserfall wird Salto Suizo genannt und lässt
seine Wässer aus einer Höhe von 70 Metern fallen ; der wildeste
ist der SaltoCarapa, der erst vor einigen Jahren im geheimnisvollen
Mbaracayu - Gebirge entdeckt wurde. Es gibt aber auch wenig bekannte
Seen und seltsame Felsen, sowie uralte Pflanzen, die von einer immer
lebendigen Natur Beweis sind.
Alle diese
Schätze haben etwas gemeinsam, und zwar, dass sie sich alle in
Naturschutzgebieten befinden und bleiben für die Zukunft in sicheren
Händen. Seit etwa dreissig Jahren liegt im Interesse des Landes, die Natur streng zu schützen und so wurde 1973 ein kleines aber
schönes Gebiet als den ersten Nationalpark gesetzlich erklärt, der Parque Nacional Ybycui, 150 km von Asuncion entfernt, wo man
in einem subtropischen Wald eine unheimlich reiche Flora mit hohen Bäumen, Luftnelken und wilden Orchideen bewundern kann. Auf
Flüsse und Bäche legt man in Paraguay besonderen Wert, denn
der Vorrat an Süsswasser wird als ein wahres Kapital für die
Zukunft betrachtet. Die grossen Ströme Parana und Paraguay sind
genauso wichtig wie die kleinen Lagunen in Westparaguay und bilden ein
System, das den vielen Tieren einen guten Zufluchtsort anbieten.
Ein Blick in die
Seen und Lagunen lässt einen Reichtum entdecken, denn ausser den
grossen Seen Ypacarai und Ypoa gibt es eine grosse Anzahl von Teichen
und Sümpfen mit Wasserpflanzen, in denen Nagetiere wie der grosse
Carpincho (Wasserschwein) und der Kyja (eine Art Bieber) gute Nahrung
finden, aber auch unzählige Vogelarten versteckt an den Ufern
nisten. Ein besonderes Interesse erweckt immer der oft vom Aussterben
bedrohte Yacare oder Caiman, der aber jetzt dank den Schutzgesetzen
ausser Gefahr ist. |
Wenn
auch die Ausrottung von wichtigen Waldgebieten grosse Schäden brachte, die noch existierenden Urwälder werden heute unter strengen Bedingungen
verwaltet, sei es in Form von staatlichen oder privaten Reservaten.
Diese letzte Möglichkeit haben mehrere Grossgrundbesitzer freiwillig
akzeptiert, denn sie haben auch verstanden, dass die Zukunft ihrer
Geschäfte von der Erhaltung der Umwelt abhängt. |